Mechanische Verhütung

Mechanische Verhütungsmittel bilden ein Barriere für Spermien.

Kondom

Kondome werden aus hauchdünnem Gummi oder Latex hergestellt. Sie sind sehr reißfest und undurchlässig. Bei starker Kälte- oder Wärmeeinwirkung werden Kondome brüchig, im übrigen haben sie auch ein Ablaufdatum! Kondome haben einen Pearl-Index von 4 bis 9. Bedingt wird dieser durch das Platzen oder Reißen des Kondoms oder durch die zusätzliche Anwendung von Cremes oder Ölen, welche die Sicherheit beeinträchtigen, da sie das Material angreifen. Kondome sind der einzige wirksame Schutz gegen HIV und andere Infektionskrankheiten, wobei HIV auch durch außergenitale Kontakte übertragen werden kann.

Diaphragma

Das Diaphragma, auch Scheidenpessar genannt, besteht wie das Kondom aus Latex. Es ist geformt wie eine halbrunde Kuppe, ist über einen Gummiring gespannt und hat einen Durchmesser von 6 bis 10 cm. Der Rand des Diaphragmas wird vor dem Geschlechtsverkehr mit einer spermienabtötenden Creme bestrichen, dann wird es in die Vagina eingeführt bis es den Muttermund verschließt und so das Eindringen von Spermien verhindert. Ein Diaphragma muss von Ihrem Frauenarzt angepasst werden, da es in verschiedenen Größen erhältlich ist. Nach dem Geschlechtsverkehr muss es noch ungefähr acht Stunden in der Vagina bleiben, damit alle Spermien abgetötet sind, bevor Sie es entfernen. Das Diaphragma hat einen Pearl-Index von 4 bis 7.

Portiokappe

Eine Portiokappe besteht aus festerem Plastik oder Hartgummi. Sie wird über den Muttermund gestülpt und sitzt fester als ein Diaphragma. Durch diese Abdichtung können Spermien nicht eindringen. Auch die Portiokappe darf erst acht Stunden nach dem Geschlechtsverkehr entfernt werden. Da diese Verhütungsmethode nur einen Pearl-Index von 4 hat, sollte sie zusammen mit chemischen Verhütungsmitteln angewendet werden, um eine größere Sicherheit zu erreichen.

Spirale

Diese wird von Ihrem Frauenarzt in die Gebärmutterhöhle gelegt. Sie kann dort drei Jahre verbleiben. Die Spirale verhindert das Einnisten einer Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut, bei kupferhaltigen Spiralen wirken die abgegebenen Kupferionen zusätzlich empfängnisverhütend, sie haben eine schädigende Wirkung auf Spermien. Die Spirale hat einen Pearl-Index von 0,4 bis 1.